Lass den Mangelmindset hinter Dir und positioniere Dich erfolgreich.

 

Heute möchte ich ein Thema ansprechen, dass mir bei meiner Arbeit wirklich täglich begegnet. Zuletzt auch wieder auf der herCAREER, auf der ich als Speakerin und Ausstellerin war. Es geht um das Thema „Ich habe doch nichts vorzuweisen“.

Wie kannst Du Dich jetzt aus diesem Gefühl heraus bewerben „ich habe nichts vorzuweisen“?


 

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Zunächst möchte ich gerne, dass wir uns einmal überlegen, woher diese Denkweise eigentlich kommt. Sie entsteht durch ein Mangelmindset. Aus diesem Gefühl „ich bin zu wenig; das was ich schon habe, reicht nicht.“

Allein in diesem Mindset zu leben bringt Dich dazu, immer wieder nach etwas zu suchen, um diesen gefühlten Mangel zu beseitigen.

Im Fall von den Frauen mit denen ich zusammenarbeite, ist es sehr häufig so, dass sie durch Zusatzqualifikationen, Zertifikate und Weiterbildungen versuchen, dieses Gefühl „ich bin nicht genug“ zu füllen. Aber einen Job zu bekommen, hat mit viel mehr Komponenten zu tun, als das richtige Zertifikat oder die Weiterbildung XY auf dem Lebenslauf stehen zu haben.


Ganz klar gibt es Positionen, für die ganz bestimmte Zertifikate wichtig sind. Beispielsweise in der Arbeitssicherheit, in der Qualitätssicherung bei der Herstellung und Verarbeitung von Medikamenten beispielsweise, oder ähnliches. Dort ist es wichtig, ganz bestimmte Qualifizierungen und Zertifikate zu haben, dass man den Job machen darf. Aber in 90% der Stellen, auf die Du Dich bewerben möchtest, brauchst Du kein Zertifikat oder Zusatzausbildung, um dort erst einmal rein zu kommen.


Deshalb drehen wir das Ganze jetzt einmal um: Was kannst Du also tun, um aus diesem Mindset „ich bin nicht genug“ rauszukommen?

 

Schritt 1: Was hast Du bereits alles gemacht?

Versuche Deinen Blickwinkel von dem Suchen nach "Lückenfüllern" bewusst zurück zu Dir selbst zu lenken.

Nimm Dir Stift und Papier zur Hand und schreib einfach mal runter, was Du schon alles auf Deiner Haben Seite stehen hast. Also, was sind Aufgaben, die Du bereits gemacht hast und welche Erfolge, kannst du für dich verbuchen.

Ich habe im Sommer mit einer Kundin zusammengearbeitet, die auch genau mit dieser Fragestellung zu mir kam. Bei unserem Vorgespräch sagte sie, "Ich habe überhaupt nichts vorzuweisen. Ich war 18 Monate bei einem Arbeitgeber und dort war alles einfach nur chaotisch! Das ganze Projekt lief so aus dem Ruder. Ich habe das Gefühl, ich habe eigentlich alles falsch gemacht und was habe ich denn jetzt vorzuweisen?"

Im ersten Schritt haben wir uns angeschaut, was sie in den 18 Monaten tatsächlich gemacht hat. Es hat sich herausgestellt, dass das Unternehmen, für das sie gearbeitet hatte, in einer unglaublichen Wachstumsphase war. Deswegen, klar, war es chaotisch. Wir haben uns angeschaut, was sie trotzdem alles getan und geleistet hat. Obwohl es sich für sie immer nur wie „firefighting“ angefühlt hat, hat sie so viele Dinge getan und initiiert, die zu einem enormen Mehrwert für das Unternehmen geführt haben.


Genau das möchte ich auch für Dich. Überlege Dir, was Du schon alles erreicht hast - konkret und in Zahlen.


Im Fall meiner Kundin haben wir herausgefunden, dass sie zuerst mit zwei Projekten eingestiegen ist. Innerhalb von18 Monaten war sie plötzlich Projektleiterin von 12 Projekten. Um diese Skalierungsphase des Unternehmens in ihrem Aufgabengebiet meistern zu können, hatte sie nicht nur Projekte neu strukturiert, Prozesse verschlankt, Schulungen standardisiert, sondern auch die Kommunikationsabläufe in ihrem internationalen Team verbessert.

Was sich für sie in der täglichen Umsetzung wie chaotisches Firefighting ihrerseits angefühlt hatte, war die Grundlage, dass das Unternehmen mit ihrer Projektleitung überhaupt von 2 auf 12 Projekte skalieren konnte. Für sie als Projektleiterin ist das ein mega Ergebnis.

Durch die optimierten Prozesse innerhalb des Projektmanagements, erhöhte sich die Auslieferungsrate der App, die das Unternehmen an ihre Kunden zur Verfügung stellt, um 50%. Auch die Nutzungsrate der App für den Gesundheitsbereich erhöhte sich signifikant, was natürlich total wichtig für den weiteren Erfolg des Unternehmens ist da auch neue potentielle Kunden dann die neue App eher als Lösung für sich in Betracht ziehen werden. Das alles erreichte sie durch die Einführung einer Einstiegsschulung und weiteren persönlichen Support für die Nutzer, was die  Kundenzufriedenheit nachweislich um ca. 30 % erhöht hat.

Was wir gemacht haben, siehst Du ganz gut hier an meinem Beispiel. Wir haben geschaut, was sie tatsächlich gemacht hat, zwischen all den Dingen, die sich chaotisch angefühlt haben, und das aufgeschrieben – konkret und in Zahlen.


Zurück zu Dir: Überlege was Du bereits erreicht hast - konkret und in Zahlen.

Gehe dabei auch über die Aufgabenbeschreibung hinaus, also zu welchen Ergebnissen Du in Deiner Aufgabe gekommen bist.

 

Zweiter Schritt: Was hast Du dabei gelernt?

Meine Kundin hat sehr stark das Gefühl von „Burnout“ – es war einfach zuviel. Sie hat sich damit nicht gut gefühlt. Das Wichtigste ist es jetzt, darauf zu schauen, was Du dadurch alles gelernt hast. Welche Erfahrung konntest Du mitnehmen, die auch in anderen Jobs hilfreich sind?

Zurück zum Beispiel mit meiner Kundin: Sie hat gelernt unter diesem enormen Druck das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, nach weiteren Support zu suchen, Entscheidungen früher und entschiedener an die richtige Stelle zu eskalieren.

Was auch immer das für Dich ist, das alles sind Kompetenzen, die Du auch in einem anderen Job benötigst. Und diese haben nichts damit zu tun, ob Du eine ganz bestimmte Qualifikation oder ein weiteres Zertifikat hast.

In ihrem Fall war es ihre unglaublich hohe Kundenorientierung, die Steuerung eines internationalen Teams, die Zusammenarbeit zum einen mit den Entwicklern, zum anderen mit den Kunden und das alles mit den Kundenwünschen zusammenzubringen und zu steuern. Allein was sie dort gelernt hatte, hat sie auf ein ganz neues Niveau katapultiert. Damit kann sie jetzt auch ganz andere Jobs annehmen und auf diese Erfahrungen und Kompetenzen zurückgreifen.


Dritter Schritt: Fange an Dich zu bewerben

Fange an, Dich auf Stellen zu bewerben, auch wenn Du nicht alle der genannten Anforderungen aus der Stellenausschreibung erfüllst.

Wenn es zum Beispiel heißt, Du solltest auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Und Du sagst Dir, dass das gar nicht auf Dich zutrifft, dann denke an meine Kundin. Sie hätte nie von sich selbst behauptet, einen kühlen Kopf bewahren zu können. Bei ihr kam das aus dem Gefühl heraus, dass ihr letzter Job einfach zu viel war. Das Unternehmen ist so stark gewachsen, dass neue Mitarebeiter:innen nicht schnell genug neue rekrutiert werden konnten. So viel Support, den sie eigentlich gebraucht hätten und den sie allein für die Nutzer geleistet hatte plus die Einarbeitung und Vernetzung des Teams, das braucht viel Zeit. Da ist bei ihr das Gefühl geblieben, dass sie das nicht kann. Aber wenn sie tatsächlich keinen kühlen Kopf bewahren hätte können, dann hätte sie niemals 12 Projekte erfolgreich ins Ziel gebracht und ihre Ergebnisse hätten ganz anders ausgesehen.

Das heißt für Dich, Dein eigenes Empfinden von Deinen Ergebnisse zu trennen. Das eine ist, wie Du Dich in einer bestimmten Situation siehst und erlebst und die andere Seite gibt Dir den Beweis, was Du alles gemacht hast und dass Du es trotzdem kannst.

Deshalb solltest Du Dich auf jeden Fall trotzdem auf Stellen bewerben.

Wenn es dann trotzdem der Fall sein sollte, dass Du die eine Sache, die das Unternehmen in ihrer Stellenanzeige unbedingt haben will, nicht erfüllen kannst, dann kannst Du diesen Punkt immer noch mit verhandeln.

Beispielsweise hast Du bereits viel zum Thema Social Media gemacht. Dir fehlen aber noch ein paar Bausteine, um das gesamte Online Marketing übernehmen zu können. Dann nimm Weiterbildungen zu den fehlenden Bausteinen in deine Verhandlungsstrategie mit auf. Denn es ist nicht notwendig, dass Du gleich alles von Anfang an kannst. Unternehmen schreiben ihre Wunschvorstellung einer:s Kandidat:in in die Stellenanzeige, aber Du kannst bestimmte Dinge ganz einfach zu einem Verhandlungspunkt machen.



Das wichtigste ist, dass Du Dir wirklich noch einmal klarmachst, dass ein Mangelmindset immer durch den Vergleich mit Anderen, mit bestimmten Anforderungen an dich von außen, oder dem Vergleich mit deiner eigenen idealen Vorstellung von dir selbst, entsteht. Dadurch entsteht der Eindruck, dass etwas fehlen würde. Das hinterlässt bei dir das Gefühl von „du bist nicht genug“ und „das was du schon hast, reicht nicht“.

Die Frauen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, hatten in 99% der Fälle mehr als genug Kompetenzen und Fähigkeiten, um sich auf ihre individuellen Traumstellen bewerben zu können. Und das wurde klar, als wir den Blick umgedreht und uns auf die Person selbst fokussiert haben.

Genau das ist das, was ich mir auch für Dich wünsche.

 

Lies hier wie Du besser über Dich selbst sprechen kannst, um mehr wertgeschätzt zu werden.

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